Verletzungsbedingt können die beiden anstehenden Spiele gegen Bad Homburg und Speyer nicht mehr stattfinden. Da sich der letzte Gegner, die Mannschaft der Rhein-Main Baskets, in Quarantäne befindet und nicht mehr antritt, endet diese unendlich lange, verrückte Corona-Saison. Es stehen  vier Siege und zehn Niederlagen in der Wertung, eine objektive Tabelle existierte die gesamte Saison nicht, da die Mannschaften coronabedingt eine unterschiedliche Anzahl von Spielen absolviert haben. Auch mussten viele Teams genauso wie die Bambergerinnen dezimiert antreten, sodass diese Spielzeit unendlich viel Kraft gekostet hat. Es gibt keine Absteiger, die QOOL Sharks Würzburg und die Falcons Bad Homburg aus dem Süden sowie die Capital Bascats Düsseldorf und die Rheinland Lions aus dem Norden spielen die beiden Aufsteiger in die erste Liga aus.
Bambergs junges, regionales Team schlug sich mehr als achtbar, musste man jedoch wochenlang mit nur noch sieben oder acht verbliebenen Spielerinnen ohne nominelle Centerspielerin auflaufen. Somit war im Training sehr lange kein Fünf gegen Fünf möglich, ein entscheidender Wettbewerbsnachteil. Da im Februar nach nervenzehrender, viel zu langer Überlegung seitens der Liga in dieser weltweiten Ausnahmesituation wenigstens die Abstiegsregel ausgesetzt wurde, sind die DJK Damen neben der Qualifikation für die nächste Saison vor allem froh, die Spielzeit ohne eine einzige Infektion überstanden zu haben. „Das ist das Wichtigste und es war auch immer unsere größte Sorge, denn viele Teams waren betroffen und einige Spielerinnen sind erkrankt “, bilanzieren die DJK-Damenbasketball-GmbH Verantwortlichen Kerstin Högen und Ingmar Kühhorn. Corona-Unterbrechungen, Standorte, die aufgrund kommunaler Vorgaben keine Heimspiele austragen konnten, hohe finanzielle Belastungen durch eine lange Saison, fehlende Zuschauer- und Cateringeinnahmen und zudem noch Mehrkosten durch Testungen, so verlief die Corona-Saison ähnlich kurios wie sie begann. 

„Wir sind im Juni 2020 in die Vorbereitung und dann in die Saison eingestiegen. Durch Corona hatten wir nahezu keine Vorbereitungsspiele, da zu diesem Zeitpunkt z.B. schon Teams in Quarantäne waren. Im Januar verließen uns auch noch DaJonee Hale und Eva Marschall, die aus Angst vor einer Ansteckung bzw. berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung standen. Emmi Tenbrock wechselte schon im Dezember wie geplant in die USA, um ihr Studium am College zu beginnen. Nachverpflichtungen waren zum Einen in der Pandemie schwer zu realisieren und auch finanziell nicht zu stemmen. Wir haben uns mit acht Spielerinnen sehr gut aus der Affäre gezogen, schließlich hatten wir nicht gerade die besten Bedingungen. Unsere Trainer Steffen Dauer und Samuel Gloser sowie Physiotherapeutin Christina Lang haben herausragende Arbeit geleistet. Wir danken allen Unterstützern und hoffen natürlich , dass sie der DJK auch in diesen schweren Zeiten erhalten bleiben. Nun geht der Blick nach vorne. Schon am 15.5. müssen alle Teams der Liga signalisieren, wie und ob es am jeweiligen Standort weiter gehen kann. Das ist nicht einfach zu stemmen, denn allein für Organisations- und Schiedsrichterkosten verlangt die Liga 9000 €, ein späterer Verzicht wird mit 2500 € geahndet. Dazu sind für die kommende Saison bestimmt ungefähr 10000 € für Antigen-Schnelltests einzuplanen, die von den Vereinen allein zu tragen sind.  Deshalb werden wir uns mit den Gesellschaftern, DJK-Abteilungsleiterin Johanna Beck und dem Leiter der Geschäftsstelle Michael Schilling abstimmen und überlegen, welche Lösung sinnvoll ist. Unterstützung ist dringend notwendig, was vor allem und hauptsächlich Spielerpersonal (mit Kim Siebert und Anna Hübschmann stehen studien- und berufsbedingt definitiv schon zwei der acht Spielerinnen als Abgänge fest), aber auch finanzielle Mittel und die Organisation angeht, denn in einer zweiten Liga ist das unabdingbar. Dabei soll es natürlich beim Weg, hauptsächlich mit regionalen und jungen deutschen Spielerinnen zu arbeiten, bleiben. Alles andere ist nicht finanzierbar“, so Högen und Kühhorn.