Lehrreiche Reise ins Rheinland

Von wenig offensivem wie defensivem Fortune war die bis dato längste Auswärtsfahrt für Bambergs WNBL-Basketballerinnen geprägt: Nach einem hochklassigen Match mussten sich die Schützlinge von Cheftrainer Ulf Schabacker den Dragons Rhöndorf ohne eigenen Viertelgewinn mit 58:73 geschlagen geben. Als letztlich zu großer Malus stellte sich die deutliche körperliche Überlegenheit der Gastgeberinnen heraus, die so oftmals zu zweiten oder dritten Wurfversuchen kamen.

Auf Seiten der oberfränkischen Nachwuchs-Basketballerinnen wollte indes gegen eine starke Verteidigung auch manch einfacher Korbabschluss sein Ziel nicht finden, was die Bemühungen um einen ausgeglichenen Spielverlauf zusätzlich erschwerte. In gewohnt souveräner Manier untermauerte der Tabellenführer der Hauptrundenstaffel Süd direkt zu Beginn seine Ansprüche, in diesem Jahr berechtigterweise zu den besten Teams Deutschlands zu zählen: Cleveren offensiven Ballstafetten folgten Abschlüsse innerhalb der Zone sowie jenseits des Perimeters, sodass Bambergs Bundesliga-Nachwuchs bereits frühzeitig in Rückstand geriet. Vor allem defensiv fanden die Domstädterinnen auch im zweiten Viertel weiter nur schwer ins Spiel und hatten demzufolge in einer jeden Minute in diesem Spielabschnitt mindestens einen Treffer der Rhöndorferinnen hinzunehmen. Zwar gelang es Kapitänin Franziska Hager und ihren Teamkameradinnen nach dem Pausentee bis zur 26. Minute nochmals, zum 39:41 zu verkürzen und damit in Schlagdistanz zu kommen, doch präsentierten sich die Rheinländerinnen an diesem Sonntag in Summe als schlicht zu überlegener Konkurrent.

Auch drei erfolgreiche Korbwürfe in Folge zu einem zwischenzeitlichen 6:0-Lauf innerhalb der 34. Spielminute konnten demnach zum Ende hin nicht mehr zur Ergebniskosmetik genutzt werden, während Rhöndorf im Besonderen in Person von Elif Agirdogan mit übergreifend gut 80 Prozent Trefferquote von der Freiwurflinie seinen Fokus bis zum Spielende bewahrte. Über die gesamte Dauer von 40 Spielminuten hinweg erwies sich der Auftritt der DJK-Korbjägerinnen somit alles in allem als schlicht zu wenig konstant, um einen der großen Favoriten auf den Meisterschaftsgewinn wirklich in ernste Bedrängnis zu bringen.

Dennoch können Bambergs U17-Basketballerinnen zufrieden auf den fast 800 Kilometer langen Roadtrip zurückblicken, konnte man zumindest phasenweise gleichwertig mit einem der bundesweit absoluten Spitzenteams agieren. Ausnahmsweise bereits am kommenden Samstag besteht im Heimspiel gegen die Spielgemeinschaft Weiterstadt-Kronberg dann schon die nächste Gelegenheit, sich mit einem insgesamt stabileren wie konsequenteren Auftreten für diese positiven Ansätze wieder zählbar selbst zu belohnen.

Für die DJK Brose Bamberg spielten: Hartmann (19), Förner (14), Goller (10), Hager (5),  Siebert (4),  Landwehr (3), Gese (2), Barth (1), Distler, Mausolf, Spiegel

Foto: Sebastian Hader