Erfolge für Bambergs Nationalspielerinnen

Mit allem Grund zur Freude angesichts der zweitbesten Platzierung in ihrer Geschichte und dennoch einer gewissen Enttäuschung sind Deutschlands U16-Basketballerinnen um die Bamberger Youngsters Julia Förner, Kim Siebert und Magdalena Landwehr von der Europameisterschaft aus Frankreich zurückgekehrt. Knappe und teils unglückliche Niederlagen gegen Lettland im Viertelfinale sowie gegen Spanien in der Platzierungsrunde verhinderten das Erreichen des fünften Platzes, der die Qualifikation zur U17-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr bedeutet hätte.

„Wer uns vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass wir gleich zwei Chancen auf eine WM-Qualifikation haben, dem hätten wir nicht geglaubt. Das zeigt die gute Entwicklung im Mädchen-Basketball. Natürlich ist man auch sehr enttäuscht, wenn man so nah dran war. Aber in beiden Spielen waren die Kleinigkeiten entscheidend, daran müssen die Mädchen wachsen. Es ist niemandem ein Vorwurf zu machen“, bilanzierte Bundestrainer Stefan Mienack nach der 49:54-Niederlage gegen Spanien im Spiel um Platz fünf. Nach einer überlegen gestalteten Vorrunde mit deutlichen Erfolgen über die Niederlande (79:54), Kroatien (78:40) und Tschechien (68:46) sowie einem Kantersieg im Achtelfinale gegen Litauen (73:47) hatten seine Schützlinge drei Tage zuvor den Halbfinaleinzug und damit die direkte WM-Qualifikation knapp verpasst. Zur Halbzeitpause noch in Führung liegend, erwies sich die lettische Auswahl nach dem Seitenwechsel als abgeklärter und setzte sich am Ende mit 62:58 durch. Im ersten Platzierungsspiel hatten wiederum die deutschen Mädchen das bessere Ende für sich: Trotz eines schwachen Schlussviertels (8:23) bezwangen sie Russland mit 53:52 und wahrten die Chance auf Rang fünf sowie das WM-Ticket.

Dass es im Duell mit den Ibererinnen letztlich nicht zum großen Wurf reichte, schmälert das Gesamtergebnis für Julia Förner nicht: „Es war eine harte und lange Vorbereitung, die sich gelohnt hat. Auch wenn wir es nicht zur Weltmeisterschaft geschafft haben, ist der sechste Platz eine sehr starke Leistung unserer Mannschaft. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit dem Team zu spielen.“ Trotz einer im Auftaktspiel erlittenen Blessur am Fuß kam die 16-Jährige bei ihrer zweiten Europameisterschaft auf durchschnittlich 27 Minuten Einsatzzeit, in denen sie 7,4 Zähler und 3,1 Assists beisteuerte. Magdalena Landwehr kam in 23 Minuten auf die identische Punktausbeute und pflückte im Schnitt 5,9 Rebounds pro Partie, während auch Kim Siebert erste EM-Erfahrungen sammelte und von der Bank Energie ins Spiel brachte.

Nina Kühhorn mit U15 Zweite beim Nordseecup

Rund 1.400 Kilometer weiter nördlich, im dänischen Vejen, führte die Bambergerin Nina Kühhorn am Wochenende die U15-Auswahl des Deutschen Basketball Bundes beim traditionellen sogenannten North Sea Development Cup aufs Feld. Bei der deutlichen 53:85-Auftaktniederlage gegen starke Schwedinnen noch zu keinem Zeitpunkt im Bilde, deuteten die deutschen Mädchen – im Vorjahr Turniersieger mit Kühhorns Vereinskolleginnen Siebert und Landwehr – am zweiten und dritten Tag ihr Potenzial an. Gegen die Gastgeberinnen kam die Truppe von Bundestrainer Sascha Bozic zu einem 69:53-Erfolg, im Zuge dessen Kühhorn mit zwölf Zählern zur zweitbesten Werferin avancierte. Den abschließenden zweiten Platz sicherte sich die DBB-Auswahl durch ein 79:51 gegen die Niederlande.

Foto: FIBA Europe