Mit einer geschlossenen Teamleistung hat sich die WNBL der DJK Brose in der ersten von insgesamt sechs Hauptrundenpartien einen überraschend deutlichen 76:52-Erfolg gegen die BSG Basket Ludwigsburg erspielt. „Vor allem defensiv konnte man sehen, dass wir uns heute als Mannschaft viel vorgenommen haben. Mit aggressiver und cleverer Verteidigung haben wir einfache Abschlüsse verhindert und Ludwigsburg so ein ums andere Mal zu Fehlern gezwungen“, fasste Julika Gese aus ihrer Sicht einen gelungenen Sonntagnachmittag in der Bamberger BasKIDhall zusammen.

„Aufbauend auf dieser Intensität und Konzentration haben wir es dann auch in unserer eigenen Offense geschafft, uns gute Wurfchancen zu erarbeiten und diese letztlich erfolgreich zu verwerten.“ Lediglich zwei erfolgreiche Feldwürfe auf Seiten der etwas konsterniert wirkenden schwäbischen Gäste im ersten Viertel verdeutlichten den angesprochenen Pathos, mit dem Bambergs Nachwuchs-Basketballerinnen im Besonderen im Verlauf der ersten 25 Spielminuten zu Werke gingen. Einen jeden Korb mussten sich die Baden-Württembergerinnen dabei anfangs hart erarbeiten: Über 50 Prozent ihrer Trefferpunkte landeten die Barockstädterinnen bis zum Pausentee von der Freiwurflinie (11/21). Im Besonderen Iva Banozic – ansonsten als Point Guard mit gut 15 Punkten im Schnitt Kopf ihrer Farben – fand nur schwer ein Mittel gegen die druckvolle Verteidigung im Ballvortrag und blieb auch zum Ende hin mit lediglich zwei erfolgreichen Freiwurftreffern noch etwas blass in ihrem ersten Pflichtspiel-Auftritt nach zweimonatiger Verletzungspause. Die Bamberger Youngsters fanden dagegen offensiv ein ums andere Mal auf Basis schönen wie mannschaftsdienlichen Zusammenspiels freie Wurfoptionen. Abgeklärt erwiesen sich die Domstädterinnen nach einer gewissenhaften Trainingswoche gleichermaßen gegen lange Sequenzen an Zonenverteidigung und kamen so oftmals zu freien Wurfversuchen jenseits des Perimeters, welche an diesem Tage ebenso erfreulicherweise hochprozentig ihr Ziel fanden.

„Obwohl wir gut in die Partie gestartet sind und Ludwigsburg personell etwas angeschlagen angetreten ist, haben sie trotzdem die Qualität, auch in solchen Spielen immer wieder zurückzukommen. Entsprechend wollten wir auch nach der Pause nicht locker lassen und weiter Vollgas auf dem Feld geben“, ließ Gese in ihre sowie die Gedanken ihrer Mannschaftskolleginnen zur Halbzeitpause blicken. Gewiss Seltenheitswert hatte demnach der darauffolgende und schlussendlich vorentscheidende 20:2-Lauf bis zur 26. Spielminute, mit welchem sich Bambergs Bundesliga-Nachwuchs auf Basis von 38 Punkten Differenz den bis dato höchsten Vorsprung im Spielverlauf erarbeitete (61:23). Zum Ende hin bot sich somit die Gelegenheit für eine jede Spielerin des in Summe abermals zwölfköpfigen Aufgebots von Cheftrainer Ulf Schabacker, wertvolle Erfahrungen im Bundesliga-Spielbetrieb zu sammeln und sich so gut für die kommenden Wochen zu rüsten.

Einhergehend mit einem deutlichen Münchner Sieg über Weiterstadt (83:46) sowie einer Würzburger Niederlage (44:58) im Duell mit Bambergs nächstem Hauptrundengegner, den Dragons Rhöndorf, bleiben die Oberfränkinnen als Tabellenzweiter somit tatsächlich auch weiterhin im Rennen um einen der begehrten TOP4-Plätze. Dennoch warnt Gese vor dem anstehenden langen Roadtrip ins Rheinland: „Nächsten Sonntag starten wir beim Stand von Null zu Null wieder in ein komplett neues Spiel. Rhöndorf hat eine starke und große Mannschaft und möchte auch in diesem Jahr unbedingt in den Kreis der vier besten Mannschaften Deutschlands einziehen. Wir werden dort nur dann eine Chance zu bestehen haben, wenn wir bis zum Ende hin nicht nachlassen und ähnlich fokussiert wie heute zu Werke gehen.“

Für die DJK Brose Bamberg spielten: Förner J. (19), Hartmann (17), Distler (9), Gese (8), Hager (8), Barth, Jana (7), Landwehr (5), Weinkauf (2), Mausolf (1), Förner L., Kühhorn, Spiegel

Foto: Lina Ahlf